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On-Site-Suchmaschinenoptimierung

Wir haben noch nicht alle älteren Artikel nachbearbeitet. Das bezieht sich in der Regel nur auf die Codebeispiele, die noch nicht optimal dargestellt werden.

On-Site-Suchmaschinenoptimierung

Heute geht es im Adventskalender um Suchmaschinenoptimierung. Moritz Gießmann stellt Grundlagen vor, die helfen können, das Ranking einer Webseite mit wenig Änderungen am Code nachhaltig zu verbessern.

Jeder möchte gerne mit seiner Website auf den Suchergebnisseiten der Suchmaschinen ganz oben stehen, denn in den meisten Fällen hängt von der Platzierung viel Geld ab.

Für Suchmaschinen ist die Reihenfolge der Inhalte und deren semantische Auszeichnung extrem wichtig. Inhalte, die weiter oben/vorne stehen, werden stärker gewichtet, als welche, die weiter hinten stehen. Überschriften haben mehr Gewicht als Absätze. Dies gilt es bei allen nachfolgenden Tipps zu beachten.

Die Metatags

Die Metatags waren früher das Erste, an das man dachte, wenn es um Suchmaschinenoptimierung ging. Leider wurden sie missbraucht, um Nutzer von Suchmaschinen mit prominenten keywords und description auf Seiten zu locken, die nicht viel mit dem eigentlichen Inhalt zu tun hatten. Das Resultat war, dass Suchmaschinen die Gewichtung von Metatags reduzierten, um solches Spamming zu unterbinden.

Doch vor allem die description ist auch heute noch wichtig, da sie beispielsweise bei den Google-Suchergebnissen direkt unter dem Titel des jeweiligen Ergebnisses erscheint. Dieser Beschreibungstext sollte nicht länger als 160 Zeichen sein, sonst würde er abgeschnitten und nicht vollständig angezeigt.

Die keywords werden von Suchmaschinen leider nur noch wenig berücksichtigt. Allerdings können auch sie leicht positive Auswirkungen haben, sofern sie inhaltsrelevant sind. Ist das nicht der Fall, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass die entsprechende Seite aus dem Index entfernt wird. Mehr als 8–10 Schlüsselworte sind auf keinen Fall zu empfehlen, weil sonst die Relevanz jedes einzelnen abnimmt.

Beispiel für Webkrauts.de

<meta name="description" content="Die Webkrauts setzen sich dafür ein, die Vorteile
der Webstandards auch im deutschsprachigen Raum stärker zur Geltung zu bringen." />
<meta name="keywords" content="webkrauts,webstandards,valide,xhtml,css" />

Der Titel

Im <title> einer Seite sollte immer der Inhalt, um den es sich auf der entsprechenden Seite handelt, als erstes beschrieben werden. Erst danach der Name der Website, Firma o.ä. Dabei soll natürlich kein unleserlicher Schlüsselwort-Haufen entstehen, sondern vielmehr ein Titel, der das Wesentliche des Inhalts der Seite klar ersichtlich macht. Es empfiehlt sich, im <title> den Text der ersten Überschrift des Inhalts zu verwenden. Wichtig ist auch, den <title> nicht zu lang werden zu lassen, weil die Relevanz der einzelnen Schlüsselwörter abnimmt, je mehr es davon gibt. Mehr als 65 Zeichen sollten im Normalfall nicht benutzt werden.

Verbesserungswürdig:
<title>Webkrauts: Headline mit CSS Elementen stylen</title>

Die bessere Variante:
<title>Headline mit CSS Elementen stylen – Webkrauts.de</title>

Sprechende URLs

Um zu bestimmten Suchbegriffen gut gelistet zu werden, ist es von Vorteil, »sprechende URLs« zu benutzen. Unter einer sprechenden URL versteht man einen Seitennamen, der sich am besten am Inhalt des <title> der Seite orientiert. Die Adresse einer Seite wird für die Gewichtung eines Suchergebnisses ebenso herangezogen, wie etwa der <title>. Oft generieren Content Management Systeme kryptische URLs die nur schwer dem entsprechenden Inhalt zugeordnet werden können. Die Adresse sollte einen klaren Rückschluss auf den Inhalt der entsprechenden Seite zulassen.

So gibt das CMS WordPress standardmäßig die URLs zu den einzelnen Seiten aus:
http://www.webkrauts.de/?p=123

Besser wäre folgende Adresse:
http://www.webkrauts.de/headline-mit-css-elementen-stylen

Google hat vor kurzem einen Artikel zur Behandlung von dynamischen URLs herausgegeben. Dieser sorgte für reichlich Wirbel, weil er davon abrät, dynamisch erzeugte Inhalte mit einer statischen URL zu versehen. Schon allein aus Gründen der Benutzbarkeit sollten dynamische URLs, sofern möglich, durch lesbare, statische URLs ersetzt werden.

Bessere Semantik führt zu besserem Ranking

Durch sinnvolle semantische Auszeichnungen des Inhalts einer Website kann die Optimierung auf bestimmte Begriffe verbessert werden. Zum Beispiel Überschriften eines Textes sollten, je nach Relevanz, mit den dafür vorgesehenen Elementen <h1><h6> gekennzeichnet werden. Die Suchmaschine weist den Überschriften eine höhere Relevanz zu, als dem eigentlichen Text. Wenn man also die Überschriften mit Bedacht wählt, verbessert man seine Suchergebnisse und erhöht auch die Benutzbarkeit und Zugänglichkeit der Website. Aber nicht nur der Inhalt von Überschriften kann so besser eingeordnet werden. Die Gliederung von Text in einzelne Absätze, und Hervorhebungen mit <em> und <strong> geben der Suchmaschine einen besseren Überblick über die Struktur einer Website. Mehr über Semantik findet man bei Vorsprung durch Webstandards.

Tabellenlayouts und Suchmaschinen

Abgesehen von falsch verwendeter Semantik haben auf Tabellen basierende Layouts noch einen weiteren, entscheidenden Nachteil für das Ranking. Die Texte stehen im Quelltext in einer anderen Reihenfolge, als der Inhalt im Browser angezeigt wird. Die Reihenfolge der im Quelltext vorhandenen Inhalte bestimmt auch deren Relevanz. Eventuell zueinander gehörende Inhalte erscheinen im Quelltext bei einem Tabellenlayout an unterschiedlichen Stellen. Dieses Durcheinander kann die Platzierung in den Suchergebnissen drastisch verschlechtern.

Moderne, aufgeräumte und semantisch korrekte Layouts bestehen aus strukturell sinnvollerem und schlankerem Code, und sind optimal für gute Ergebnisse in Suchmaschinen geeignet. Tabellen hingegen sollten nur für tabellarische Inhalte verwendet werden.

Dynamische Inhalte per JavaScript

Sollen Inhalte dynamisch per JavaScript in die Website eingebunden werden, empfiehlt es sich, sie auch mit deaktiviertem JavaScript zugänglich zu machen. Suchmaschinen beherrschen kaum JavaScript und können keine dynamisch eingebundenen Inhalte auslesen. So verbessern sich sowohl die Benutzbarkeit als auch die Durchsuchbarkeit.

Google Sitemaps

Schon mal in einer Suchmaschine auf Inhalte gestoßen, die erst 15 Minuten zuvor veröffentlicht wurden? Klar, große Seiten werden oft von Suchmaschinen besucht, um neue Inhalte zu finden, aber mit der Hilfe von Google Sitemaps kann das auch bei kleinen Websites gelingen. Google Sitemaps (eigentlich XML-Sitemaps) ist ein Standard, der von Google, Yahoo und Microsoft entwickelt wurde, um Websites möglichst einfach und schnell auf neue Inhalte überprüfen zu können. Die Aufgabe einer XML-Sitemap ist es, sämtliche Seiten einer Website mit der zugehörigen URL in einer Datei aufzulisten. Zusätzlich können noch Angaben wie etwa das letzte Änderungsdatum oder die Priorität jeder einzelnen Seite angegeben werden.

XML-Sitemaps kann man von Hand erstellen, das Python-Skript von Google nutzen, oder durch einen der vielen Generatoren im Web generieren lassen. Einige Content-Management-Systeme, wie z.B. WordPress bieten Plugins, die die Erstellung von XML-Sitemaps erledigen, und die Suchmaschinen automatisch benachrichtigen, sobald neue Inhalte veröffentlicht wurden.

Ist On-Site-SEO der Schlüssel zum Erfolg?

Jein. On-Site-SEO ist eine Grundlage für eine gute Auffindbarkeit deiner Seiten. Allerdings ersetzt On-Site-SEO niemals guten Inhalt und hochwertige Links von anderen, am besten themenverwandten Websites.

Kommentare

Sylvia Egger

Sylvia Egger
am 17.12.2008 - 20:30

Danke für den sehr grundsätzlichen und umfassenden Artikel. :)

Vor allem neu war für mich die Problematik von Bots und statischen URLs. Google scheint ja eher die Empfehlung abzugeben, die dynamischen URLs zu bevorzugen oder unproblematischer zu interpretieren - ebenso die Begrenzung der Paramater. Widerspricht ja eher der gängigen Praxis, letztlich.

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Peter Rozek

Peter Rozek
am 17.12.2008 - 22:02

Aus den verschiedenen Kundenprojekten kann ich nicht wirklich feststellen, ob dynamische oder statische URLs von Google favorisiert werden. Bei der URL bevorzuge ich die statische Variante, damit der User diese viel einfacher lesen und interpretieren kann.

Als sehr effektiv zeigt sich immer wieder die On-Site Optimierung von Titel, Discription, Semantik und die Optimierung der Inhalte.

Zuzüglich ein paar weiterer Details, die sozusagen „nice to have“ sind. ;-)

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GE
am 18.12.2008 - 16:04

Auch Tante google wird wohl inzwischen wissen, dass immer mehr Seiten mit CMS erstellt werden. Ich glaube nicht, dass heute noch ein "?" in der Mitte das Ergebnis verschlechtert oder ein ".html" hinten das Ergebnis verbessert.

Eine sinnvolle (sprechende) url verbessert das Ranking allemal, egal ob statisch oder dynamisch.

Ich denke, dass onsite-Optimierung wieder an Gewicht gewinnen wird, da die Linkpopularität als SEO-Mittel zu genau solchen Auswüchsen geführt hat (Linkfarmen) wie die Keywords (Keyword-Wüsten).

Was Layout-Tabellen betrifft: Ich war mit meinen wichtigen Seiten vor vielen Jahren bei google & Co. mit einer frame-Seite genauso gut platziert wie später mit einem tabellenbasierten Layout und heute mit der css-gestylten Seite. Das halte ich nicht für ausschlaggebend.

Titel, Keywords, Description und eine korrekte semantische Auszeichnung der Inhalte sind wohl die beste Basis, Suchmaschinen von der Relevanz einer Seite zu bestimmten Themen zu überzeugen. Und ein gutes Verhältnis von Inhalt und Code, zu Gunsten der Inhalte natürlich.

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Peter Rozek

Peter Rozek
am 18.12.2008 - 18:13

@GE:
"Was Layout-Tabellen betrifft: Ich war mit meinen wichtigen Seiten vor vielen Jahren bei google & Co. mit einer frame-Seite genauso gut platziert wie später mit einem tabellenbasierten Layout und heute mit der css-gestylten Seite. Das halte ich nicht für ausschlaggebend."

Diese generelle Aussage ist falsch. Wenn die tabellenbasierten Seiten vor vielen Jahren bei Google genauso gut platziert waren, liegt das eher daran, dass die Seiten für Google einen gewissen "Bekanntheitsgrad" haben. Webseiten, die bereits länger existieren, werden nicht zwangsläufig abgestraft nur, weil das Layout auf Tabellen basiert.

Fakt ist das standardkonforme Webseiten, die On-Site-mäßig vernünftig optimiert wurden, mittel- bis langfristig besser im Ranking abschneiden.

Standardkonforme Umsetzung und Semantik gehören zusammen und somit haben Standards sehr wohl direkte Auswirkungen aufs Ranking.

@GE
„Das halte ich nicht für ausschlaggebend.“

Falsch! Standards haben eine Auswirkung.

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Moritz Gießmann
am 19.12.2008 - 11:34

@ GE Von einem ".html", oder einem Weglassen der Fragezeichen war auch garnicht die Rede, sondern davon, dass die URL an sich auch für einen Menschen lesbar sein sollte. Das kann auch Vorteile beim Ranking bringen, da die Keywords in der URL auch berücksichtigt werden.

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GE
am 20.12.2008 - 11:17

@ Moritz: Genau das habe ich ja geschrieben:

"Eine sinnvolle (sprechende) url verbessert das Ranking allemal, egal ob statisch oder dynamisch."

@ Peter: Wie google & Co. das Ranking berechnen weiss niemand so genau, da ist auch viel Spekulation dabei. Bei einem bin ich mir jedoch sicher: Tabellen interessieren google überhaupt nicht.

Das einzige Argument gegen Tabellen als Layoutinstrument ist, dass ich die Reihenfolge der Inhalte im Quelltext nicht frei gestalten kann.

Wenn ich jedoch mit floatenden div arbeite bin ich so frei nun auch wieder nicht. Und über absolut positionierte Layouts kann man auch wieder trefflich streiten.

Aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Das ist keine Streitschrift für Tabellen zum layouten, hier geht es ja nur um die Auswirkungen aufs Ranking ;-)

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Peter Rozek

Peter Rozek
am 20.12.2008 - 16:15

@GE
"Tabellen interessieren google überhaupt nicht."

Na dann versuch mal mit einer tabellenbasierten Seite genauso schnell bei Google zu Punkten wie mit einem linear aufgebauten Layout. Viel Spass. Der Erfolg wird sich nicht einstellen wie mit einer Seite die auf Webstandards und Semantik aufbaut.

Nochmal: Standards haben eine Auswirkung, dafür gibt es Standards.

1. Tabellenlayouts wirken sich negativ auf Ranking aus.
2. "Moderne, aufgeräumte und semantisch korrekte Layouts bestehen aus strukturell sinnvollerem und schlankerem Code, und sind optimal für gute Ergebnisse in Suchmaschinen geeignet."

@GE
"Das einzige Argument gegen Tabellen als Layoutinstrument ist, dass ich die Reihenfolge der Inhalte im Quelltext nicht frei gestalten kann."

Grundsätzlich: Tabellen sind nicht für Layoutzwecke da! Ich denke das sollte mittlerweile jeder verstanden haben.

Tabellen sind für die Darstellung von Daten vorhanden. Die Zuordnung der Daten in der Tabelle ist steuerbar. Die Bedeutung der Daten ergibt sich aus ihrer Position im Raster und der Zuordnung zu den Metadaten. Hier wurde ich mal einen Blick empfehlen auf "Benimmregeln für Datentabellen" bei Einfach für Alle.

Sorry aber diese Aussage ist totaler Mumpitz:
@GE "Wenn ich jedoch mit floatenden div arbeite bin ich so frei nun auch wieder nicht."

Ich kann floatende DIV Container sehr wohl so anordnen, dass ich eine logische Reihenfolge bekomme, oder sogar die Reihenfolge der DIV Container bestimmen kann. Ich würde mal einen Blick bei YAML hineinwerfen.

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Peter Rozek

Peter Rozek
am 20.12.2008 - 16:25

@GE "Aber damit wir uns nicht falsch verstehen: Das ist keine Streitschrift für Tabellen zum layouten, hier geht es ja nur um die Auswirkungen aufs Ranking"

Ich habe das schon richtig verstanden, dass du keinen direkten Zusammenhang zwischen tabellenbasierten- oder linaer aufgebauten Layouts in Bezug auf Ranking siehst. Wie soll man sonst so eine Aussage verstehen:

@GE "Was Layout-Tabellen betrifft: Ich war mit meinen wichtigen Seiten vor vielen Jahren bei google & Co. mit einer frame-Seite genauso gut platziert wie später mit einem tabellenbasierten Layout und heute mit der css-gestylten Seite. Das halte ich nicht für ausschlaggebend."

Und hier muss ich dich leider enttäuschen, es gibt einen Zusammenhang von tabellenbasierten Layouts und Ranking.

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Monika
am 25.12.2008 - 21:37

Die 65 Zeichen im title sind ein Irrtum -
die ersten Zeichen - ~ 10 sollten immer unterschiedlich sein, sonst sagt Google-diese Seite gibt es ja schon,

je eindeutiger der title, desto gut ;)

viel wichtiger erachte ich, dass nach dem body nicht jede Unterseite dasselbe zu lesen ist,

;)

lg

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Axel
am 15.01.2009 - 22:04

Schöner Artikel, der einen Überblick gibt. Mir fehlt noch der Hinweis auf die Keywords (es sind nicht die von den Metatags gemeint!). Ein Keyword kann auch eine Mehrwortkombination sein wie beispielsweise "arktische Silberhamster" (rein fiktives Tier, speziell für Webkrauts gezüchtet)

Wenn man z.B. für „arktische Silberhamster“ in Suchmaschinen gut ranken will, sollte auch dieses Keyword öfters im Inhalt vorkommen. Wobei es dabei auch ein Zuviel gibt. Allerdings habe ich schon Kunden erlebt, die mit bestimmten Suchbegriffen (Keywords) gefunden werden wollten und diese kein einziges Mal auf der kompletten Website verwendet haben! Das ist eindeutig zuwenig.

Also überlegen, mit welchen Keywords man gefunden werden will und diese auch sinnvoll einsetzen.
Und wer Spaß daran hat, kann mal in den kommenden Tagen nach dem arktischen Silberhamster suchen, und es könnte durchaus sein, dass diese Seite hier (also webkrauts) in Suchmaschinen auftaucht, da hier doch öfters vom arktischen Silberhamster gesprochen wird :)

siehe http://www.google.de/search?q=arktische+Silberhamster>

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